SONSTIGES| Online-Vortragsreihe “Anthropologie in Zeiten der Krise”

S

Liebe Kolleg*innen,

gerne machen wir Sie nochmals auf die zwei letzten Vorträge unserer
Online-Vortragsreihe
<www.kulturanthropologie.uni-bonn.de/veranstaltungen-1/vortragsreihe
> „Anthropologie in Zeiten der Krise. Konflikte um Ressourcen, Wissen und
Deutungsmacht“ der Abteilung Kulturanthropologie an der Universität Bonn
aufmerksam:

01.07.2020 – 18.15 Uhr

Jun.-Prof. Dr. Meike Wolf (Goethe-Universität, Frankfurt a.M.)

„‘Die Frage ist nicht ob, sondern wann…‘ – Gedanken zur
kulturanthropologischen Pandemieforschung“

Abstract: Die Covid-19-Pandemie lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die
Tatsache, dass Infektionskrankheiten nicht nur von epidemiologischem oder
medizinischem Interesse sind, sondern über soziale, (bio-)politische und
nicht zuletzt ökonomische Relevanz verfügen. Dies macht sie zu einem
hochspannenden Forschungsgegenstand der Kulturanthropologie. Im Vortrag wird
zunächst eine – keineswegs vollständige – Übersicht über
sozialwissenschaftliche Perspektiven der Infektionsforschung und ihre
zentralen Fragen gegeben. Am Beispiel eines kulturanthropologischen
Forschungsprojekts, das sich damit befasste, wie sich europäische Metropolen
auf die nächste Influenza-Pandemie vorbereiten, sollen anschließend
forschungspraktische Herausforderungen in diesem Feld skizziert und
diskutiert werden.

08.07.2020 – 18.15 Uhr

Patrick Wielowiejski, M.A. (Humboldt-Universität, Berlin)

„Strategischer Agonismus. Forschung in rechten Feldern zwischen
ethnografischer Offenheit und antifaschistischer Haltung“

Abstract: Ethnograf*innen der (neuen) Rechten befinden sich in einem
Dilemma: Während ihre politischen Überzeugungen einerseits denen ihres
Feldes entgegenstehen, basieren ihre ethnografischen Zugänge andererseits
auf Vertrauen, Gegenseitigkeit, Respekt und oftmals auch Freundschaft. Wie
lässt sich mit den sich daraus ergebenden widersprüchlichen politischen und
forschungsethischen Anforderungen umgehen? Der Beitrag stellt das
methodologische Konzept des „strategischen Agonismus“ vor, das der Autor
während seiner zweijährigen Feldforschung in der AfD entwickelte, und das
darauf abzielt, die Dilemmata im Feld besser navigieren zu können.
Gleichzeitig ist strategischer Agonismus kein Patentrezept für diese Art von
Forschung: Vielmehr erhält er die Spannungen aufrecht, die eine Ethnografie
der Rechten begleiten.

Zur Teilnahme melden Sie sich bitte unter vortragsreihe@uni-bonn.de
<mailto:vortragsreihe@uni-bonn.de> unter Angabe des Vortrags bis spätestens
einen Tag vor der Veranstaltung an.

Sie erhalten den Einladungslink zum Vortrag per Mail sowie ein Thesenpapier,
falls Sie sich auf die gemeinsame Diskussion im Anschluss vorbereiten
möchten.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse.

Mit freundlichen Grüßen aus Bonn

Sina Wohlgemuth

Sina Wohlgemuth, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt “Partizipative Entwicklung
ländlicher Regionen”

Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde

Institut für Archäologie und Kulturanthropologie

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Am Hofgarten 22

53113 Bonn

<mailto:sina.wohlgemuth@uni-bonn.de> sina.wohlgemuth@uni-bonn.de

+49 (0)228 73 6586

<www.kulturanthropologie.uni-bonn.de/>
www.kulturanthropologie.uni-bonn.de/

<www.alltagswelten-blog.de> alltagswelten-blog.de

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